Diese Verordnung regelt die Einzelheiten bei der Anordnung von Tempo-30-Zonen (Art. 22a SSV) und Begegnungszonen (Art. 22b SSV).
Verordnung des UVEK vom 28. September 2001 über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen
741.213.3
Verordnung des UVEK über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen Fassung gemäss Ziff. I der V des UVEK vom 20. Mai 2020, in Kraft seit 1. Jan. 2021 ( AS 2020 2163 ).
vom 28. September 2001 (Stand am 1. Januar 2023)
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und
Kommunikation,
gestützt auf Artikel 106 Absatz 1 des Strassenverkehrsgesetzes
vom 19. Dezember 1958[*] (SVG)
sowie die Artikel 108 und 115 der Signalisationsverordnung
vom 5. September 1979[*] (SSV),
verordnet:
1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen
Bei allen Massnahmen, die zur Einhaltung der angeordneten Höchstgeschwindigkeiten erforderlich sind, ist darauf zu achten, dass die Strassen von allen dort zugelassenen Fahrzeugarten befahren werden können.
2. Abschnitt: Verkehrsrechtliche Massnahmen und Gestaltung des Strassenraums
1 Eine vom Rechtsvortritt abweichende Regelung durch Signale ist nur zulässig, wenn:
- a. die Verkehrssicherheit es erfordert; oder
- b. die Strasse, welcher der Vortritt eingeräumt werden soll, Teil eines festgelegten Wegnetzes für den Fahrradverkehr ist.[*]
2 Die Anordnung von Fussgängerstreifen ist unzulässig. In Tempo-30-Zonen dürfen jedoch Fussgängerstreifen angebracht werden, wenn besondere Vortrittsbedürfnisse für Fussgänger dies erfordern, namentlich bei Schulen und Heimen.
1 Die Übergänge vom übrigen Strassennetz in eine Zone müssen deutlich erkennbar sein. Die Ein- und Ausfahrten der Zone sind durch eine kontrastreiche Gestaltung so zu verdeutlichen, dass die Wirkung eines Tores entsteht.
2 Der Zonencharakter kann mit besonderen Markierungen gemäss den einschlägigen technischen Normen verdeutlicht werden.
3 Zur Einhaltung der angeordneten Höchstgeschwindigkeit sind nötigenfalls weitere Massnahmen zu ergreifen, wie das Anbringen von Gestaltungs- oder Verkehrsberuhigungselementen.
3. Abschnitt: …
4. Abschnitt: Schlussbestimmungen
Die Weisungen vom 1. Mai 1984[*] über Wohnstrassen und die Weisungen vom 3. April 1989[*] über die Zonensignalisation von Verkehrsanordnungen werden aufgehoben.
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.